Der harte Winter treibt die "Unsichtbareren" an die Futterstellen, wir hatten Besuch von
Wacholderdrosseln
und neuen Dauergästen wie
Eichelhäher und Erlenzeisig
Als Mitte Januar im Garten lauteres Gezeter im Garten zu vernehmen war und Streit zwischen Amseln und etwa gleichgroßen, bis dahin aber uns unbekannten Vögeln, entbrannte. Es ging um die Macht über die Äpfel. Schnell stellte es sich dann heraus, dass die Streithammelchen Wacholderdrosseln sind.
Ein weiteres, größeres, Exemplar dass nun jeden Tag gegen Mittag hier angeflogen kommt, ist ein Eichelhäher. Er schlägt sich den Bauch voll und verschwindet dann wieder bis zum nächsten Tag.
Die winzig kleinen Erlenzeisige sind die allerersten am Morgen und die letzten, die die Futterstelle verlassen.
Aufnahmen sind leider nur durchs Fenster möglich, sie sind allesamt recht scheu.
Wacholderdrossel, Eichelhäher, Erlenzeisig 2010
Sehr erfreulich, Bergfinken auch bei uns angekommen
Am 17. Januar 2010 waren auf einmal hier neue, außergewöhnliche, Futtergäste zu finden. Bergfinken !
Zuerst war es nur einer, wohl der Späher, dann aber waren sie in großer Zahl, ca. 12 - 15 Stück, da. Wieder eine farbliche Bereicherung der Vogelwelt im Garten. In all den Jahren vorher konnte ich hier nie einen erblicken, jetzt aber ist er sehr häufig zu Gast hier.
Besondere Vorliebe von ihm sind geschälte Sonnenblumenkerne und auch angebotene Äpfel und Nüsse verschmäht er nicht.
Bergfinken 2010
Die Winterfütterung 2009
In diesem Jahr haben wir das Vogelfutterhäuschen gegen einen sog. hängenden Futtertisch ausgetauscht. Viele Vogelarten meiden die Häuschen, picken eigentlich lieber vom Boden und so ist wohl auch die Idee zum Futtertisch entstanden.
Er wurde von allen Wintergästen begeistert angenommen und erfreut sich großer Beliebtheit. Der Boden besteht aus einem festen Netz sodass Wasser abfließen kann und sich keine Staunässe, und damit auch Schimmel, bildet.
Die Bilder sind alle durch die Fensterscheibe entstanden, da die Vögelchen so ruhiger und entspannter futtern können.
Winterfütterung 2009 / 2010
Natur ganz nah
die größte und schönste Voliere der Welt
Wie sage ich immer so schön, ich habe im Garten die schönste und größte Voliere der Welt.
Unser Haus wird umrankt von Efeu, wildem Wein und am Balkon wuchert lustig der Knöterich - die Singvögel hier wissen das gut zu schätzen und Jahr für Jahr werden hier viele Jungtiere großgezogen und man kann ihr bittendes Rufen nach Futter gut und laut hören, man kann die ersten süßen und tolpatschigen Flugversuche beobachten. Meine ganz besonderen "Schätze" hier sind die kleinen Zaunkönige und seit diesem Jahr auch Rauchschwalben die unter unserem Dach nisten.
Unser Garten ist sehr naturbelassen, d.h. es wächst auch relativ viel Unkraut - Unkraut ist ein Begriff den ich eigentlich gar nicht mag denn es sind einfach manchmal nur Pflanzen am falschen Platz. Gerade deswegen aber halten sich hier viele verschiedene Vogelarten auf und einige davon werden recht zutraulich und auch manchmal etwas nervig, so z.B. unser kleines freches Rotkehlchen das immer und überall bei den Gartenarbeiten dabei ist und auch in der kalten Jahreszeit energisch darauf besteht, dass nun endlich das Futterhäuschen montiert und gefüllt werden muß
Hier ist der kleine Nervtöter
2009 war ein gigantisches Schwalbenjahr
Wir hatten hier am Haus und rundherum dieses Jahr soviele Schwalben wie noch nie. Es ist schön, dass auch sie in so großer Zahl wieder zu sehen sind. Die Geräuschkulisse in unseren Apfelbäumen war desöfteren gigantisch, ein Gekichere und ein Geschimpfe. Es war wunderschön die Jungvögel bei ihren ersten Flugversuchen zu beobachten und zu sehen, wie aus ihnen innerhalb kürzester Zeit total elegante und gewandte Flieger wurden.
Jetzt sieht man sie schon oft in großen Gruppen sitzen und fliegen und vermutlich werden sie schon bald die Reise in den Süden antreten. Hoffe sehr, dass sie alle im nächsten Jahr unversehrt wiederkehren.
Schwalbenjahr 2009
Eine besonders große Freude habe ich auch an den diversen Greifvögeln die sich hier rund ums Haus tummeln. "Unser Sperber" gehört ja schon fast zur Familie, er holt sich im Winter bei großem Frost desöfteren mal ein paar Bröckchen Katzenfutter aus den Näpfen der Streuner und er nimmt auch gerne rohes Fleisch an.
Der Bestand der Mäusebussarde hat sich zum Glück in den letzten Jahren wieder gut erholt und die fluggewandten Genossen kann ich vom Balkon aus gut beobachten.
Für sie habe ich vor kurzem einen Ansitz gebaut und bin schon sehr gespannt, ob er auch genutzt wird (natürlich haben das Rotkehlchen, der neugierige Sperber und die frechen Eichelhäher schon getestet ob man darauf auch gut sitzt)
(Bilder werden per Klick vergrößert dargestellt)
Natürlich wurde auch dem Wunsch des Rotkehlchens nach dem Futterhäuschen entsprochen und es wird, wie in jedem Jahr, gut und häufig besucht.
Ich füttere hauptsächlich die LBV-Energie-Futterblöcke, die anscheinend sehr gut munden bzw. schnabeln und nicht durch die Vögel verunreinigt werden können.
Unsere Futtergäste die bisher bereit waren sich fotografieren zu lassen