Alle Jahre wieder ......
wirft eine Feldhäsin in unserem Garten oder auf unserem Grundstück.
So
auch wieder am 22. Mai 2006. Als wir die Kleinen entdeckten waren sie gerade
geboren und teilweise noch naß. Faszinierend wie solch kleine Wesen sofort
die Hasensprache beherrschen und ganz ganz ruhig sitzen bleiben. Nur das
Näschen bebt vor Aufregung. Es kamen 3 kleine Feldhasen zur Welt und eines
von ihnen hat, wie jedes Jahr, einen kleinen weißen Streifen in der
Blesse. Sie sind so lieb wie sie da zusammengekuschelt sitzen und es
fällt sehr schwer, sich wieder von ihnen zu entfernen. Ein paar Fotos habe
ich dennoch gemacht, sie dann aber vollkommen in Ruhe gelassen. Die
Hasenmama kam dann am späten Abend und hat für ihre Kleinen ein neues,
geschützteres Plätzchen gesucht.
Selbstverständlich berühren wir die kleinen Wunderwerke der Natur nicht
und halten auch unsere Tiere von ihnen fern damit sie eine reelle Chance
haben, groß und kräftig zu werden.
Wissenswertes
Die JungtiereDie Paarungszeit von Feldhasen ist
hauptsächlich im März/April. Nach einer Tragzeit von 42 Tagen 3 x im Jahr 2-3
vollbehaarte, vollentwickelte und sehende Babys.Die Kleinen werden rund 3
Wochen von der Mutter gesäugt. Eine Besonderheit bei den Feldhasen ist,
daß das Muttertier bereits während der Trächtigkeit neu empfangen kann
und sich dadurch in ihrer Gebärmutter Embryonen verschiedenen Alters
befinden. Der zeitliche Abstand zwischen 2 Würfen ist in solchen
Fällen kürzer als die Tragzeit.Der erwachsene Feldhase
Körperlänge ca. 50-70 cm, Gewicht 3-7 kg. Der Feldhase ist ein
Steppentier mit sehr langen Ohren, langen Beinen und sehr großen
hervorstehenden Augen. Die Ohrspitzen und die Schwanzoberseite ist schwarz,
der Rücken graubraun, die Seiten orangebraun und der Bauch weist eine
weißliche Färbung auf.Vorkommen von FeldhasenFlache bis
hügelige Landschaften, auch lichte Laubwälder
und DünenAllgemeinesHasen neigen zum Einzelgängertum und sind
vorwiegend Nachttiere. In der Paarungszeit sieht man sie häufig zu
mehreren, auch unter Tage kann man sie da beobachten.Sie sind sehr
schnelle Läufer und erreichen problemlos rund 55 km/h. Werden sie verfolgt,
schlagen sie die berühmten Haken. Sie leben in selbst gescharrten flachen
Mulden und sind in offenem Gelände nur schwer auszumachen. Sind sie in großer
Not schreien sie wie kleine Kinder und dieser Schrei geht einem durch Mark
und Bein.Ihre Nahrung besteht aus Gräsern und Kräutern, Ackerfrüchten,
Rinde und Wurzeln. Leider kommen durch die moderne Landwirtschaft bzw.
die eingesetzten Geräte viele von ihnen zu Tode, gerade auch die Jungtiere
die nicht flüchten sondern sich dicht, zum Schutz vor Feinden, an den Boden
drücken. Wildernde Hunde und Katzen sind eine weitere und sehr große
Gefahr. Leider sind die Feldhasen stark gefährdet und ihre Population ist
stark rückläufig.
2004 habe ich die Futterstation für eine verwilderte Hauskatze
eingerichtet. Diese Futterstation erfreut sich nun größter Beliebtheit
bei Getier jeglicher Art.
Fast alle meiner handaufgezogenen Igel
kamen zurück und futtern desöfteren an der Bar. Auf dem Bild oben, das ist No. 2 , ein
Igelchen aus dem Vorjahr - sie kam mit einem Gewicht von 90 gr zu uns
und wurde im Frühjahr mit gut 500 gr wieder ausgewildert. No.2
bekommt ihre Babies bei uns im Garten.
Sie ist nicht mehr handzahm, was mich sehr freut, aber sie kennt mich noch
sehr gut. Eine Untersuchung auf Zecken & Co war möglich - sie erfreut
sich bester Gesundheit !
Philipp kommt auch desöfteren, ist aber
immer mächtig grantig wegem dem Blitzlicht. Er ist ein sehr großer
Junge geworden, ist gesund und bestens genährt.