berner.gif




  Unsere Besucher


Aktualisiert  
05. Januar 2009






dieses "nur" bedeutet für viele Menschen, wie auch für uns  
Liebe, Vertrauen, Glück, Treue


Vor ein paar Wochen sind wir bei einer Spazierfahrt auf einen sehr alten Hund gestoßen.
Ein Tier daß unheimlich viel Würde, Stolz und gelebtes Leben ausstrahlte – einfach nur schön so etwas.
Hier sind ein paar Bilder von ihm, er ist ein Magyar Viszla, 16 Jahre alt und war von Beruf Jagdhund. Nun genießt er seinen Lebensabend und begrüßt alle Menschen die sich seinem Hof nähern freundlich und gelassen.

  • in Würde ergraut
  • alles wird langsamer
  • die Ausstrahlung bleibt
  • markanter, schöner Rüde


Als ich ihn sah, ging mir wieder das Herz auf und gleich gingen die Gedanken zu unserem Sam.

Unser Sam war ein Irisher-Wolfshund-Bobtail-Schäferhund-Mischling, ein sehr großer Teddybär – wir hatten das Glück fast 15 Jahre miteinander verbringen zu dürfen, für einen Hund seiner Größe erreichte unser Sam ein biblisches Alter.

Unser Sam Unser Sam

Gerade die letzten Jahre mit unserem Oldie waren besonders schön. All das was in den Jahren zuvor zwischen uns „gesät“ wurde, das durften wir gemeinsam im Alter ernten. Eine einfach nur wundervolle Erfahrung, mit einem in die Jahre gekommen Hund leben zu dürfen.

Es gibt ja nicht wenige Menschen die sich ihrem alten oder kranken Tier „entledigen“ und Platz für ein junges Tier schaffen. Solche Menschen verurteile ich aufs Schärfste, sie waren der bedingungslosen Liebe und Treue die ihnen entgegengebracht wurde, nicht wert !
Wie oft liest man an den kleinen Schildchen im Tierheim „Abgabegrund : keine Zeit mehr“ sieht man in den Zwinger sieht man nicht wenig oft ein altes, todtrauriges Tier sitzen. Weggeworfen, einfach so !

Blickt man in diese Augen, sieht man welche Ängste so ein Tierchen hat. Sein Leben lang war es Herrchen oder Frauchen treu zur Seite gestanden, man hatte nicht die Liebe, den gemeinsam begonnenen Weg zu Ende zu gehen – es bleibt ein gebrochenes Herzchen zurück, einfach schrecklich.

Wenn man sich für ein Tier entschlossen hat, sollte von Anfang an klar sein, daß man auch bei Krankheit und im Alter dafür da sein muß. Was ist so schlimm daran wenn ein alterndes Tier ein paar Tröpfchen verliert oder eine Pfütze ins Haus setzt ? Jeder ist doch mit einem Putzlappen und Wasser ausgestattet, oder etwa nicht ? Es ist wahrscheinlich keinem so peinlich wie dem Tierchen selbst.
Haben wir bei unserem Sam erlebt, es ging ab und zu mal was ins Haus, gerade auch da als sein Organismus mal nicht richtig funktionierte und er Durchfall hatte – ein betretenes, trauriges Gesichtchen verfolgte die Wegräumarbeiten – niemals wäre es uns in den Sinn gekommen, ihn dafür zu schimpfen, im Gegenteil, oftmals haben wir ihn getröstet und durften dann wieder in leuchtende, zufriedene Augen blicken.

Ich finde es sehr schade daß viele Menschen diese Erfahrungen mit einem alten Tier, dieses blinde Verstehen fast ohne Worte, nicht erleben wollen. Es ist wie ein Zusammenwachsen, es ist wie ein Teil von einem selbst.

Wir hatten wundervolle, junge und alte, Jahre mit unserem Sam. Die Spaziergänge wurden kürzer, die Schlafphasen länger, das Futter mußte verändert werden, es kam das eine oder andere kleine Gebrechen dazu – was sich nie geändert hat war eine gigantische, immer stärker werdene Beziehung zu einem wundervollen Geschöpf.

Den letzten Gang sind wir gemeinsam gegangen, ohne Angst und aus der gewohnten Umgebung.
Er hat uns soviel dagelassen, daran können wir bis zum Ende unseres eigenen Lebens zehren.

Jeder der sich ein Tier ins Haus holt sollte sich im Klaren sein, daß es ein gemeinsames Leben bis zum Tod des Tieres sein muß. Jeder muß sich darüber im Klaren sein, daß er auch mal zurückstecken muß, in seinen Freizeittätigkeiten wie auch in beruflicher Hinsicht, auch wenn die Karriere noch so sehr ruft. Was kann im Leben mehr wert sein als unendliche Liebe, Treue und Vertrauen ?

Geld ist es bestimmt nicht …..

Bilder aus dem Leben von unserem Sam




zurück