Zwei kleine Pechvögel mit Glück im Unglück
Ende August wurde Jochen am frühen Morgen durch eine fröhliche Minka geweckt die ihm ein "Geschenk" mitgebracht hatte. Sie hatte einen jungen Kleiber gefangen und mit ins Schlafzimmer gebracht. Da das kleine Kerlchen aus Angst wild mit den Flügeln schlug, war Jochen zum Glück sofort hellwach, nahm Minka auf den Arm und ging mit ihr ins Wohnzimmer.
Ich konnte das verängstigte kleine Kerlchen schnell aufnehmen und mit ihm auf den Balkon gehen. Dort döselte der Kleine noch eine Weile herum, fing sich dann aber schnell wieder und flog unversehrt davon. Verletzt hatte Minka ihn nicht, er war nur etwas zerzauselt und natürlich total verschreckt.
Bleibt zu hoffen dass er in Zukunft vorsichtig ist und besser auf lauernde Miezekatzen aufpaßt.
Junger Kleiber
Das zweite Pechvögelchen, ein Hausrotschwanz, flog im Oktober 2008 mit großer Wucht gegen die Fensterscheibe, obwohl diese mit einer Greifvogelsilhouette versehen ist und auch bunte Bänder flattern. Er war noch sehr jung, vermutlich waren ihm diese Warnhinweise noch nicht so geläufig ...
Zuerst sah es gar nicht gut aus, nach dem Flug gegen die Scheibe blieb er am Boden auf dem Rücken liegen und atmete sehr schwer. Immer und immer wieder mußte ich ihn aufsetzen, er taumelte lange und fiel immer wieder auf die Seite. Nach ca. 1 Stunde trat dann aber doch eine Wende ein und der Kleine erholte sich zusehends.
Als ich ihn in den kleinen Karton umsetzte war er schon kräftig am schimpfen und mosern - da war dann auch klar dass er es schaffen wird.
Junger Hausrotschwanz
Ein Tipp an dieser Stelle
In den meisten Fällen sind Vögel die gegen Scheiben fliegen durch Genickbruch sofort tot.
Überleben sie es jedoch ist es am besten man nimmt sie sofort in die Hand und setzt sie aufrecht hin - immer wieder aufrichten wenn sie umkippen und ggf. auch etwas stützen.
Nur so hat der Vogel eine Chance die Atmung wieder zu normalisieren und sich zu erholen.
Läßt man die Vögel liegen, versterben sie meist in kürzester Zeit.