Obwohl sich die Geschichte von unserem Bärle schon vor vielen Jahren
ereignete, steckt der Schreck von damals noch in unseren Gliedern.
Es
war ein Montagmorgen, der Wecker hatte gerade mit lautem Geschepper
losgelegt als ich neben dem Nachtisch ein äußerst seltsames
Geräusch vernahm. Als das Licht an war, konnte man sehen das unser Bärle
vollkommen verkrampft am Boden lag. Zuerst dachten wir noch er habe einen
Stromschlag bekommen da er das Kabel der Lampe zwischen den Pfötchen
hatte. Wir nahmen ihn mit zu uns ins Bett und es dauerte ca. 5 Minuten
bis sich die Verkrampfung löste, er bekam in dieser Zeit gar nichts um sich
herum mit. Um 6.00 Uhr morgens habe ich dann den Tierarzt angerufen, der
auf einen epileptischen Anfall tippte.
Danach ging es Bärle wieder gut,
keine Auffälligkeiten mehr zu sehen ....
.... bis zum nächsten Montag
gegen 5.30 Uhr das gleiche wieder passierte und auch auf den darauffolgenden
Montagen
Der Besuch beim Tierarzt brachte in dieser Zeit keine
wirklich brauchbaren Ergebnisse, wir bekamen Tabletten zum Ruhigstellen
mit und den Hinweis, das bei jedem Anfall
eine größere Menge an Gehirnzellen
zerstört wird, was irgendwann darin endet, daß der Kater nicht mehr weiß
was er tut und dann eingeschläfert werden muß.
Bei jedem neuen
Montags-Anfall den er hatte, verlängerte sich auch die Zeit der
Verkrampfung, beim letzten Mal waren es fast 20 Minuten ! Unsere grauen
Gehirnzellen ratterten unaufhörlich, er war doch vorher gesund und
munter, hatte keinerlei Anzeichen einer Krankheit und dann sowas
Irgendwann hatte ich eine zündende Idee :
es passierte immer am
Montag, immer kurz nachdem der Wecker loslegte, der Wecker war neu, so ein
großer Mickey-Mouse-Wecker mit ohrenbetäubendem Lärm ...
Der Test folgte
sofort am darauffolgenen Montag, d.h. wir ließen den Wecker nicht loslegen
und ... unser Bärle hatte seit diesem Tag nie mehr so einen Anfall !!!!
Habe den Wecker sofort verschenkt (an Leute die keine Tiere haben !)
und seitdem haben wir wieder einen gesunden, munteren Kater.