Der " böse " Hund
An diese Geschichte kann ich selbst nicht mehr erinnern aber sie wurde mir von meinem Vater desöfteren erzählt.
Wir gingen sonntags immer zum Mittagessen in einen Gasthof in der Nähe meines Heimatortes. Dieser Gasthof war weit entfernt von befahrenen Straßen und so konnten wir Kinder, ich war damals ca. 3 ½ Jahre alt, schön zusammen draußen spielen.
Gleich neben dem Gasthof war ein Bauernhund mit einem großen, sehr bösen Wachhund der an einer sehr kurzen Kette hing.
Niemand aus dem Bauern selbst konnte an diesen Hund heran und er hatte auch schon ein paar Menschen gebissen.
Meine Eltern hatten dort immer ein wachsames Auge auf mich und so kam es auch, dass Papa nach mir sehen wollte, mich aber nirgendwo fand.
Es brach Panik aus, das Kind war verschwunden.
Es wurde laut nach mir gerufen und schon bald ertönte ein fröhliches „hier bin ich, Papa“ und als mein Vater der Stimme nachging, stockte ihm der Atem – ich saß mit in der Hütte des doch so bösen Hundes und streichelte ihn unentwegt – er hat mir kein Haar gekrümmt und hat sich offensichtlich
über die Gesellschaft gefreut.
Auch der herbeigerufene Bauer traute seine Augen nicht und er holte mich dann auch von dem Hund weg *schade*
Vermutlich wurde mir die übermäßige Tierliebe schon mit in die Wiege gelegt denn ich habe es bisher noch nicht erlebt, dass mich je ein Tier angegriffen oder gar gebissen hätte.
Ich gehe heute noch auf jeden Hund freundlich zu und empfange eigentlich immer nur Positives – wenn man mit Achtung und Respekt auf die Tiere zugeht, wird man auch neutral bis freundlich von ihnen empfangen.