An einem kalten Wintertag beim Spaziergang mit unseren Hunden haben wir
einen verletzten Mäusebussard gefunden. Er hatte eine Fleischwunde am
Flügel und konnte nicht mehr fliegen, lag vollkommen entkräftet im Graben.
Zuerst standen wir ziemlich hilflos um ihn herum, dann wurden Auto,
Katzenbox und feste Arbeitshandschuhe geholt. Unser höchstes Augenmerk
war darauf gelegt,
dem Schnabel des Vogels nicht zu nahe zu kommen und
dementsprechend schwierig gestaltete sich auch das Aufnehmen des Tieres.
Als wir es dann endlich vollbracht haben, lief zuhause das Telefon heiß
- wer konnte uns bzw. ihm helfen ? Wir riefen den Vogelschutzbund zur Hilfe
und durften
das Tierchen auch zu einem Fachmann bringen.
Er erklärte
uns, daß es sich hier um einen nordischen Mäusebussard handelt und diese
vermehrt aus Norwegen und Schweden bei uns "einwandern". Woher er die
Verletzung hatte, konnte nur vermutet werden aber der nette Mann war
zuversichtlich, daß unser gefiederter Freund bald wieder in die Freiheit
entlassen werden kann.
Hier haben wir dann auch erfahren (wird uns bei
nächsten Mal bestimmt sehr hilfreich sein) daß die Gefahr nicht
vom Schnabel sondern von den Greiffüßen ausgeht.
Zuhacken tun sie
eigentlich gar nicht. Wieder was gelernt fürs Leben.
Etwa 8
Wochen nach dem Auffinden habe ich dann telefonisch erfahren, daß er in der
Nähe des Fundortes wieder ausgewildert werden konnte.