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Aktualisiert  
05. Januar 2009



                                 

Für meinen Berner-Engel Eiko

Heute am 23. Dezember 2004 hätten wir Deinen
8. Geburtstag gefeiert.

Das Schicksal wollte es anders denn du bist am
27.01.2004 über die Regenbogenbrücke gegangen.

Es ist seitdem kein einziger Tag vergangen an dem
ich nicht an dich und unsere wunderschöne Zeit
gedacht habe.
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.... wie alles begann


7 Tage warst du alt als wir dich das erste Mal gesehen haben - schon an diesem Tag war es Liebe auf den ersten Blick.
Schon die erste Berührung hatte etwas Vertrautes und war der Beginn für eine sehr innige, einzigartige Freundschaft zwischen einem Berner und seinem
Frauchen.


... deine Jugend

Ja, auch du warst in jungen Jahren ein kleines Teufelchen, du hattest ein riesiges Herz für alles was 2, 4 oder aber auch mehr Beine hatte.
Du warst so ein freundlicher, ausgeglichener, lieber Hund und bist es bis zu deinem letzten Tag geblieben.

Unbekümmert bis du aufgewachsen, hattest uns und deine Tierfreunde - du hast dein Leben genossen.


... der erfahrene Berner

Nach Sam' s Tod war es an dir, den kleinen Camillo zu beschützen und zu erziehen. Das hast du mit Bravour getan.
Du hast deine Kaninchen, deine Katzen, Camillo, Herrle und Fraule beschützt.
Dein Herz kannte keinen Argwohn und keine List. Du hattest immer ein fröhliches und aufgeschlossenes Herz in deiner Brust.


... erste schlimme Erfahrungen

Am 12. Oktober 2001 hattest du mitten in der Nacht eine Magendrehung.
Der Weg zum Tierarzt und dann in die Tierklinik war die Hölle für dich und für uns.
Nachdem die Operation ein paar Stunden dauerte, wurden wir aufgefordert nach Hause zu fahren, man würde uns sofort anrufen, wenn es überstanden ist.
Schon auf dem Weg nach Hause wußte ich, daß du es schaffen wirst. Es war wie eine telepathische Leitung zwischen dir und mir und ich wußte ich kann dir die Kraft schicken, damit du um dein Leben, und für uns, kämpfst.
Du warst da fast 5 Jahre alt und hast alles überstanden. Nach diesem Ereignis dachte ich, jetzt haben wir etwas Schlimmes zusammen gemeistert und wir werden noch sehr viele wunderbare Jahre vor uns haben.
An diesem Tag begann dein zweites Leben.


... danach

Die Zeit danach wurde noch intensiver, noch mehr Verbundenheit und Vertrautheit stellte sich ein. Wir beide konnten ohne Worte miteinander reden, jeder verstand den anderen blind.
Habe mich oft gefragt ob das "normal" ist - ich weiß es bis heute nicht. Aber, es war wunderschön und bisher einzigartig.
Niemand hat es verstanden wenn ich von einer einzigartigen, kaum beschreibbaren Verbundenheit zwischen Mensch und Tier gesprochen habe - viele dachten "die spinnt doch, es ist doch nur ein Hund"
Menschen die so denken oder dachten, haben eine wertvolle Erfahrung in ihrem Leben noch nicht gemacht - die Liebe eines Tieres zu besitzen.



...ein rabenschwarzer Tag, Samstag, 24. 01. 2004

Oft denke ich an unsere letzten Wochen.
Am 30.12.2003 haben wir uns mit Claudia, Armin und ihren Bouviers in Donauwörth zum Spaziergang getroffen.
Es war ein wunderschöner Tag den wir alle sehr genossen haben. Am Abend als wir heimgefahren sind, warst du sehr sehr müde - normal, so dachten wir, war anstrengend und ermüdend.
In den folgenden Tagen hattest du nur sehr wenig bis gar keinen Appetit und warst ein bißchen abgeschlagen. Ich machte die fehlenden Meisenknödel dafür verantwortlich denn ich dachte du hast sie mal wieder aufgefuttert und das viele Fett setzt dir so zu.
Es kam ab und zu etwas Durchfall hinzu; mal warst du fit, am anderen Tag wieder weniger. Zuerst dachte ich noch es sei eine kleine Unpäßlichheit, aber im Laufe der Zeit sagte mir mein Unterbewußtsein und auch du, nein, es ist
was anderes.

Am 24.01.2004 wollten wir dann zum Spaziergang aufbrechen. Wir kamen nur ein paar Meter und ich sagte zu Herrle, daß wir umdrehen und zu Hause
auf sie warten. Es ging dir nicht gut, du warst sehr schlapp und müde.
Wenige Stunden später haben wir dann in der Tierklinik die schreckliche Diagnose erhalten - ein Tumor an der Leber.
Aufgrund des Krankenbildes wurde uns gesagt daß du nur noch wenige Tage oder vielleicht auch Wochen bei uns sein wirst - eine Heilung kann es nicht geben.

Wir wurden vor die Entscheidung gestellt, dich gleich gehen zu lassen oder wieder mit nach Hause zu nehmen und in Ruhe Abschied zu nehmen.
Es wurde uns versichert, daß du keine Schmerzen hast und haben wirst, aber jeden Tag schwächer sein wirst und irgendwann dein kleines, liebes
Herz zu schlagen aufhören wird.


....der Abschied

Dein Gesundheitszustand verschlechterte sich rapide von Stunde zu Stunde.
Wir waren uns einig, leiden soll unser Eiko nicht und er soll in Würde und noch
fähig auf eigenen Beinen zu stehen, über die Regenbogenbrücke gehen.

Wir hatten vorgesehen, den Tierarzt am Montag Nachmittag zu holen,
Herrle hat auch Urlaub genommen um von dir Abschied zu nehmen.
Aber am Montag ging es nicht. Ich habe so geklammert. Es war da auch
ein Fünkchen Hoffnung da, vielleicht ist es ja auch alles nur ein böser Traum.

Den Dienstag Vormittag verbrachten wir beide alleine. Spätestens hier war die Realität wieder da - ich sah in deine Augen und ich wußte, alles, alles was du tust, tust du nur wegen mir. Um mir nicht weh zu tun, um noch ein bißchen bleiben zu können.
Aber, dein Leben, deine Fröhlichkeit war zu Ende. Nur deine Liebe hielt dich
noch am Leben.

Wir gingen am Nachmittag zusammen zum Anfang der Regenbogenbrücke und nicht nur wir, sondern auch du, haben geweint. Du wolltest noch nicht gehen, aber es war die Zeit dazu.
In den Minuten in denen du von uns, dieser Welt, gegangen bist, ging ein Teil von mir mit. Es war ein Gefühl der Ohnmacht und Leere, aber auch unendlicher Liebe.

Ich hatte kein schlechtes Gewissen dir gegenüber, ich wollte daß mein Freund nicht leidet und es wäre nur menschlicher Egoismus gewesen, diesen Schritt nicht genau an diesem Tag mit dir zu gehen.


... Zeit nach dem Abschied

Als der Tierarzt gegangen war, nahmen alle von dir Abschied. Camillo hat richtig geweint als er an dir schnupperte, die Kater waren den ganzen Tag nicht mehr zu sehen.
Am nächsten Tag stand Camillo im Garten - er hat geheult wie ein Wolf, er hat dich gerufen und dir auf Wiedersehen gesagt.
Dein Freund Balou vermißte dich so schmerzlich, daß er nichts mehr essen wollte - er wollte dir folgen - auch für ihn warst du der beste Freund !

Die folgenden Tage sind kaum zu beschreiben, sie verliefen für mich wie in Trance.

Für andere Menschen warst du "nur" ein Hund, für uns warst du ein Freund,
ein Freund nachdem man lange suchen muß.

Erschreckend waren die Reaktionen in unserem Umfeld und auch teilweise in der Verwandtschaft - niemand hat verstanden warum man um einen
Hund weinen kann. Ich/wir haben es getan und tun es immer noch.


... Heute

Heute, fast ein Jahr danach weiß ich, daß ich alles für meinen Freund getan habe, was ich tun konnte.
Ich habe sein Andenken weiterleben lassen, ich habe auf das Herrle und auf mein Herz gehört und einer neuen Bernerliebe das Herz geöffnet.

Ein Herz ist groß und ein Herz wird nie vergessen was ihm entgegengebracht
wurde - unendliche Treue, Liebe und Vertrauen.

Ich weiß daß es dir wo du jetzt bist gut geht. In meinen Gedanken sehe ich einen fröhlichen Eiko der mit meiner Mama, meiner Oma, Timmy, Buzl, Dino, Florian, Bärle und Sam über grüne Wiesen läuft und mit erwartungsvollen
Augen, kräftigen Wedlern geduldig auf den Tag wartet an dem es ein Wiedersehen gibt.

In unseren Herzen lebst du weiter,
vergessen werden wir dich nie.



Du warst eben mehr als nur ein Hund.

In Liebe Dein Fraule




Botschaft vom Himmel